Entschädigungsanspruch

Entschädigungsanspruch bei einer Absonderung

Nach § 56 Infektionsschutzgesetz erhalten Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige oder sonstige Träger von Krankheitserregern eine Entschädigung, wenn sie einer Absonderung nach dem Infektionsschutzgesetz unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden. Personen mit ärztlicher Krankschreibung gehören nicht zum berechtigten Personenkreis. Das Land Niedersachsen hat am 12.08.2022 entschieden, dass positive Personen mit und ohne Symptomatik ggf. einen Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung haben, wenn keine Krankenschreibungen erfolgt sind.

Der Antrag ist unter www.ifsg-online.de zu stellen. Anträge in Papierform werden nicht mehr bearbeitet.

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Entschädigungsanspruch für Eltern bei Betreuungserfordernis

Werden Einrichtungen zur Betreuung von Kindern, Schulen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zur Verhinderung der Verbreitung von Infektionen oder übertragbaren Krankheiten auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen oder deren Betreten, auch auf Grund einer Absonderung, untersagt, oder werden von der zuständigen Behörde aus Gründen des Infektionsschutzes Schul- oder Betriebsferien angeordnet oder verlängert oder die Präsenzpflicht in einer Schule aufgehoben oder der Zugang zum Kinderbetreuungsangebot eingeschränkt, oder das Kind auf Grund einer behördlichen Empfehlung die Einrichtung nicht besucht, besteht für gesetzlich versicherte Kinder bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres Anspruch auf sog. Kinderkrankengeld gem. § 45 Sozialgesetzbuch V.

Der Anspruch auf Kinderkrankengeld ist vorrangig gegenüber der Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz.

Sofern das Kind nicht gesetzlich versichert ist, besteht bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 56 Abs. 1a Infektionsschutzgesetz Anspruch auf Verdienstausfallentschädigung.

Der Antrag ist unter www.ifsg-online.de zu stellen. Anträge in Papierform werden nicht mehr bearbeitet.